Die Erprobungsstufe (Klassen 5 und 6)

Nach dem Wechsel der Schülerinnen und Schüler in eine weiterführende Schule dienen die Klassen 5 und 6 der Erprobung, Förderung und Beobachtung, damit sich Erziehungsberechtigte, Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler über die gewählte Schulform sicher werden. Darum sind beide Klassenstufen als Einheit verstanden, an deren Ende erst die endgültige Entscheidung über die gewählte Schulform steht.
 

Unser Anliegen: Ein "sanfter Übergang" von der Grundschule zum Gymnasium
Die unterschiedlichen Vorkenntnisse, Erfahrungen und methodischen Fähigkeiten unserer Schülerinnen und Schüler sind uns bewusst. Uns ist es deshalb wichtig für eine angenehme Lernatmosphäre direkt zu Beginn des Schuljahres zu sorgen um die Schülerinnen und Schüler behutsam an gymnasiale Arbeitsweisen heranzuführen:
  • Ein Klassennachmittag zu Beginn des Schuljahres lässt Raum und Zeit zum Kennenlernen der Mitschülerinnen und -schüler sowie der neuen Schule.
  • Die Klassenpatinnen und -paten aus der 10. Jahrgangsstufe begleiten jeweils zu zweit unsere neuen Klassen 5 von Beginn an als Berater und Ansprechpartner.
  • Zur Festigung der Klassengemeinschaft und zur Förderung der sozialen Kompetenz der Schüler findet in der 5. Klasse eine 5-tägige Klassenfahrt nach Lindlar mit dem pädagogischen Schwerpunkt Team-Bildung statt.
  • In zusätzlichen Förderstunden werden die Schülerinnen und Schüler von Fachlehrerinnen und Fachlehrern begleitet und so mit all ihren unterschiedlichen Stärken und Vorkenntnissen von Beginn an individuell gefördert.
  • Die Klassen werden durchgängig von zwei Klassenlehrerinnen bzw. -lehrern als Team begleitet. Dieses Klassenlehrerteam unterrichtet möglichst viele Stunden in ihrer Klasse und steht dadurch häufig als Ansprechpartner zur Verfügung.

Übergänge gestalten - Ein enger Kontakt zu den Grundschulen
Uns ist es wichtig zu wissen, wie die Kinder in den Grundschulen lernen, um sie best möglich an gymnasiale Arbeitsweisen heranzuführen:
  • Kolleginnen und Kollegen, die in den 5. und 6. Klassen unterrichten, hospitieren bei verschiedenen Grundschulen.
  • Bei der Beurteilung der Kinder sind uns die Erfahrungen der Kolleginnen und Kollegen der Grundschulen besonders wichtig. Daher suchen wir im Einzelfall das Gespräch mit ihnen und laden sie seit Jahren regelmäßig zu unserer 3. Erprobungsstufenkonferenz ein, was sich als sehr fruchtbar erwiesen hat.
  • Beobachtungen der Klassenleitungen sowie Beratungen mit den Fachlehrerinnen und -lehrern und der Erprobungsstufenkoordination in regelmäßigen TEAM-Sitzungen ermöglichen eine differenzierte Einschätzung der Fähigkeiten der Kinder. So können wir die Schülerinnen und Schüler optimal individuell fördern.
  • Wir beraten die Eltern bei pädagogischen und fachspezifischen Fragestellungen und bei der Wahl der zweiten Fremdsprache (Latein oder Französisch) am Ende der Klasse 5.

So beziehen wir die Eltern mit ein:
  • Tag der offenen Tür
  • Gespräche bei der Anmeldung
  • regelmäßige Feedbackabende
  • Elternsprechtage
  • enger Austausch zwischen Klassenleitungsteam und Eltern

Säule „Lions Quest“

An unserer Schule arbeiten wir in einer zusätzlichen Ordinariatsstunde in den Klassen 5 und 6 mit „Erwachsen werden“- einem Programm von „Lions Club International“ und „Quest International“, kurz: „Lions Quest“.
Dieses Konzept ordnet sich ein in den Ansatz der „Life-Skills-Erziehung“ (Erwerb von Lebenskompetenz). Es soll den Schülerinnen und Schülern langfristig helfen, mehr Selbstvertrauen zu gewinnen, sich in der Schule und zu Hause besser mitteilen zu können, Konflikte zu lösen, eigene Entscheidungen unabhängig vom Gruppendruck zu treffen und Nein sagen zu können.
Im Fokus des Konzepts stehen die folgenden Aspekte:
  • Mitschüler kennen lernen
  • Selbstvertrauen stärken
  • Mit Gefühlen umgehen
  • Freundschaften verbessern
  • Familienbezug stärken
  • Versuchungen widerstehen
  • Lebensziele setzen

Säule: "Das Lernen lernen"

Förderung bedeutet allmähliches Heranführen an Tempo, Abstraktionsniveau und Arbeitsweisen des Gymnasiums.
Dies geschieht am Deutzer Gymnasium Schaurtestraße durch individuelle Förderstunden in den Hauptfächern, einer freiwilligen Hausaufgabenbetreuung und einem engen Kontakt zu den Klassenlehrern/innen. Diese werden möglichst mit allen beiden Fächern eingesetzt und erhalten zusätzlich eine Ordinariatsstunde damit wir ihre Kinder stehts im Blick haben und dazu befähigen können, Arbeitstechniken und Lernprozesse selbstständig zu organisieren.
Schwerpunkte des Lernen lernens:
  • Methoden in der Erprobungsstufe
  • Lernen / Gedächtnis
  • Hefte und Mappen führen
  • Klassenarbeiten vorbereiten
  • Konzentration / Entspannung
  • Information entnehmen
  • Lernzeiten -Organisation
  • Lernplaner

Soziales Lernen

Unsere Schule bietet ein Umfeld, in dem sich die Schülerinnen und Schüler in gegenseitiger Akzeptanz und Mitverantwortung zu einer individuellen Persönlichkeit entwickeln können.
Wir stellen hier einige der vielfältigen Angebote und Programme vor, die unsere Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen.
X