Moskau
Schüleraustausch mit Moskau
12. Oktober 2017
Workshop im Museum Ludwig
16. Oktober 2017
Moskau

Zum ersten Mal organisierte unsere Schule einen Austausch mit der Stadt Moskau – der größten Stadt Europas.

Nachdem die Austauschpartner aus Moskau uns im Mai 2017 in Köln besuchten, flogen die Schülerinnen und Schüler des Deutzer Gymnasiums Schaurtestr. im September 2017 zum ersten Mal in die Hauptstadt Russlands, die als das politische, wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Zentrum Russlands gilt. Mit 12,4 Millionen Einwohnern ist Moskau nicht nur die Hauptstadt Russlands, sondern auch die größte Stadt in Europa.

Die erste Hürde für unsere Schülerinnen und Schüler, die nicht am Russischunterricht teilnehmen, ist sicherlich die kyrillische Schrift. Das H ist ein N, das P ein rollendes R, das Ж sieht aus wie eine Spinne und das F wie ein Strichmännchen mit großen Ohren (Ф). Doch war diese Hürde einmal überwunden, wirkte Moskau für unsere westeuropäischen Kinder recht vertraut, obwohl wir 2.086 km von Köln entfernt waren.

Aus der Lehrersicht kann man noch sehr viel über die russische Kultur und die vielseitige Metropole berichten, spannender wird es jedoch, einen Erfahrungsbericht aus der Sicht einer Teilnehmerin zu lesen:

„Als wir nach Moskau aufbrachen, wusste noch keiner so recht, was uns da erwartet, obwohl wir die Moskauer Austauschschüler schon kannten. Aber mit einem Visum, Frau Veith-Grimm und Frau Bensch fühlten wir uns für die bevorstehende Woche perfekt gewappnet.

Von den Familien wurden wir sehr freundlich empfangen und wir fühlten uns vom ersten Tag an unheimlich herzlich aufgenommen. Die ganze Woche über hatten wir alles, was wir brauchten und am Ende wurden uns sogar Geschenke mitgegeben.

Am ersten Tag nach der Ankunft wurde uns die Schule gezeigt, die sich von unserer sehr unterscheidet. Am Eingang steht ein Drehkreuz, das man nur mit einer registrierten Karte passieren darf. Dadurch wird im Onlinesystem ersichtlich, wer und um wieviel Uhr zur Schule gekommen ist und wer eventuell fehlt. Es gibt auch ein Onlinesystem für Hausaufgaben und Noten, sodass die Eltern immer einen Einblick in alles haben. Jeder Lehrer hat einen eigenen Raum, der technisch sehr gut ausgestattet ist. In fast jedem Raum gibt es einen Beamer an der Decke und ein Notebook. In der gesamten Schule gibt es auch W-LAN.

Nach 1-2 Stunden in der Schule sind wir jeden Tag losgezogen, um die Stadt zu entdecken. Natürlich sahen wir den Roten Platz. Wenn man mit Gesicht zur Stadtmitte steht, so befindet sich die Mauer des Kremls auf der linken Seite, auf der rechten Seite ist das Luxuskaufhaus „GUM“, vorne das historische Museum und hinten die Basilius Kathedrale. Vor der Mauer steht das Mausoleum und dahinter befindet sich der Kreml. Im Kreml besuchten wir die Rüstkammer und Diamantenfonds mit ihren Schätzen. Sehr beeindruckend waren vor allem die Kutschen von den Zaren und ihre Kleider. Außerdem kann man dort die Krone von Katharina der Großen sehen.

Des Weiteren besichtigten wir den höchsten Turm Europas oder den vierthöchsten der Welt, nämlich den 540 m hohen Ostankino-Fernsehturm. Von dort aus kann man Moskau schön von oben sehen. Beindruckend war ebenso die Tretjakow-Galerie, wo uns über die russische Kunst aus dem 18. und 19. Jahrhundert erzählt wurde.

Für das Wochenende haben sich die Gasteltern für uns ein Programm überlegt. So haben wir unter anderem die berühmte Einkaufsstraße „Arbat“ und die Universität Moskaus „MGU“ gesehen. Am Sonntag sind wir alle auf eine „Datscha“ gefahren und haben dort gegrillt.

Es war eine sehr unvergesslich schöne Zeit in Moskau und es bleiben sehr viele positive Erinnerungen.

Marina Bakumenko (Q1)“