Stolpersteinverlegung für Wolfgang Danziger
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Manchmal liegt Geschichte direkt vor unserer Füßen.

Vor dem Eingang unserer Schule erinnnern Stolpersteine an jüdische Schüler.

Einer dieser Steine trägt den Namen Wolfgang Danziger, den wir am 10.11.25 verlegten. Er besuchte von 1929 bis 1930 das Realgymnasium Köln-Deutz, unsere heutige Schule. Dann zog er wieder nach Berlin. Wolfgang Danziger wurde 1919 in Berlin geboren, er galt als ehrgeiziger und begabter Schüler und hatte den Traum, Medizin zu studieren. Er begann im späteren Verlauf eine Ausbildung in Berlin und arbeitete nach seinem Abschluss bei der Firma A. Oppenheimer & Co. Dieser Weg endete 1938 mit der sogenannten „Arisierung“ der Firma. Wolfgang Danziger verlor erneut seine Anstellung und damit jede Perspektive auf ein normales Leben in Deutschland. Schließlich sah er keinen anderen Ausweg, als seine Heimat zu verlassen.

Sein Lebensweg steht stellvertretend für viele jüdische Schülerinnen und Schüler, deren Bildung, Beruf und Zukunft durch das nationalsozialistische Regime zerstört wurden.

Wie viele Träume, Gedanken und Stimmen gingen in den Fluren unserer Schule verloren?

Wie viele junge Leben wurden zum Schweigen gebracht, weil andere schwiegen?

Mit der Verlegung des Stolpersteins erinnern wir an Wolfgang Danziger.

Wir erinnern daran, dass Geschichte nicht irgendwo passiert ist – sondern hier, an diesem Ort.

Jeder Stolperstein fordert uns auf, hinzusehen, zuzuhören und Verantwortung zu übernehmen –  heute und in Zukunft.

Schülerinnen und Schüler unserer Schule gestalteten die Gedenkfeier mit eigenen Beiträgen und setzten damit ein sichtbares Zeichen gegen das Vergessen und für Menschlichkeit.

„Die Vergangenheit muss reden – wir müssen zuhören.“ Dies waren eindrucksvolle Worte, die am Ende der Verlegung nachwirkten.