Präventionsarbeit gegen Cybermobbing in der Mittelstufe
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27. August 2019

Im Juni standen für unsere Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7, 8 und 9 einige besondere Termine an: Sie wurden mit Vorträgen und in insgesamt neun Workshops gecoacht, wie sie sich im Internet verhalten sollten, um niemanden mit bösartigen Aussagen oder unpassenden Bildern zu verletzen, aber auch, was sie tun können, wenn sie selbst auf diese Weise verletzt werden. Bisher lief die Präventionsarbeit vor allem im Unterricht, diesmal kam mit Melanie Kabus aber eine externe Trainerin zu den Schülern. Da sie auch Journalistin ist und für die Sendung „Hart aber fair“ alle dort verwendeten Bild- und Filmmaterialien darauf prüft, ob sie in der Sendung verwendet werden dürfen, ist sie mit den rechtlichen Aspekten bestens vertraut. In ihrer Arbeit mit den Jugendlichen konnte sie entsprechend dafür sensibilisieren, was man darf und was nicht. So lernten die Schülerinnen und Schüler, dass manche ihrer Aktionen im Internet nicht nur unter der Rubrik „Mobbing“ laufen, sondern unter Umständen sogar handfeste Straftaten sind, für deren (auch finanzielle) Folgen sie noch im Erwachsenenalter einstehen müssen. Wie man sich gegen Cybermobbing wehren kann, wurde auch in jeder Klasse thematisiert und die Schülerinnen und Schüler überlegten gemeinsam Strategien, um aus dem Teufelskreis des Mobbings auszubrechen, da Mobbing nur funktioniert, weil die Klasse aus verschiedenen Gründen mitmacht oder gar nichts dagegen tut.

Den Abschluss bildete ein Elternabend, bei dem Frau Kabus den Eltern vorstellte, was sie mit den Jugendlichen erarbeitet hat. Ihr Vortrag war sehr anschaulich und kurzweilig, zeigte aber auch den Eltern noch einmal, was sie selbst tun können, um ihre Kinder in dem oft als rechtsfrei empfundenen Lebensraum Internet zu begleiten und auch zu beschützen, in dem die meisten Kinder und Jugendlichen normalerweise ganz selbstverständlich allein unterwegs sind. Hier gab es auch Raum für Fragen der Eltern. Zu einer anwesenden Schülerin meinte Frau Kabus: „Ihr lebt da in einer echt krassen Welt!“

Frau Kabus lobte unsere Schule sehr dafür, dass wir schon Prävention betreiben, bevor größere „Dinge“ passiert sind – meist wird sie erst nach dem Auftreten von Cybermobbing, Verbreitung privatester Bilder, aus dem Ruder gelaufenes Sexting o. ä. eingeladen.

Zukünftig soll jeweils der Jahrgang 7 mit einem entsprechenden Workshoptag Regeln für einen sicheren und sozialverträglichen Umgang mit dem Internet und sozialen Medien lernen. Auch einen Elternabend zu diesem Thema wird es wieder geben.An dieser Stelle möchten wir uns auch beim Förderverein herzlich bedanken, der die Workshops zu einem Drittel mitfinanziert hat, weil das Thema zu wichtig ist, als dass wir unsere Kinder im Netz alleinlassen könnten.