Schaute meets Thusnelda – Ein kooperativer Museumsbesuch
Podcast AG
Schaurte Pod: Krieg in der Ukraine – Wir wünschen uns Frieden!
9. Juli 2022
Informationen
Die Einschulung des neuen Jahrgangs 5 findet wie geplant am 11.08.2022 (9:30 Uhr) statt. Nähere Informationen zum Ablauf finden Sie hier:
2. August 2022


Rückblick in die „Hochsaision“ der Exkursionen des Schaurte mit Bericht zum kooperativen Museumsbesuch

Zum Ende des Schuljahres wurden zahlreiche Exkursionen verschiedener Fachbereiche und Jahrgangsstufen des Schaurte durchgeführt. So hat auch der Q1 Kunst Grundkurs von Frau Pflüger gemeinsam mit dem Q1 Leistungskurs von Frau Steinmann unserer „Nachbarschule“ in der Thusneldastraße noch vor den Sommerferien im Rahmen einer ganztägigen Exkursion das Max Ernst Museum Brühl besucht. Organisiert wurde diese Kooperation von den beiden Referendar*innen Felix Wender (Thusneldastr.) und Anja Lomparski. Bei dieser Exkursion der besonderen Art wurden inhaltlich zwei abiturrelevante Künstler*innen, die beiden Zeitgenoss*innen Hannah Höch und Max Ernst, zusammengebracht. Außerdem wurde das Kuratieren als Aufgabenbereich im System Kunst kennengelernt und der außerschulische Lernort Museum mit einem von den Schüler*innen selbst kuratierten digitalen Ausstellungsraum in Beziehung gesetzt. Blicken wir etwas genauer zurück auf die gemeinsamen Erlebnisse:

Zunächst haben sich die Schüler*innen beider Schulen in zufälligen Gruppen zusammengefunden und sich bei einem lockeren und auch amüsanten Warm-Up kennengelernt: Es sollten heimlich Elemente des Collageromans Une Semaine de Bonté (1934, Max Ernst) herausgegriffen und performativ nachgestellt werden, sodass die anderen der Gruppe hoffentlich erraten konnten, um welches Motiv es sich handelt. Im Anschluss haben wir den gesamten Ausstellungsraum  betrachtet und über die Prozesse „hinter den Kulissen“ gesprochen: Wer macht eigentlich so eine Ausstellung? Wie wird entschieden, wo welche Werke hängen und welche zusätzlichen Informationen den Besucher*innen an die Hand gegeben werden? Was bedeutet Kuration heutzutage? — Die zentrale Aufgabe war es nun Konzepte für digitale Ausstellungsräume zu entwerfen, in denen Werke von Max Ernst und Hannah Höch in Dialog gesetzt werden sollten. Die thematischen Schwerpunkte dieser lauteten: „Mit der Realität brechen“, „Traumwelten und innere Wirklichkeit“ und „Widerspenstige Wildnis“. Dazu wurde das Museum erst einmal eigenständig erkundet und die Gruppen haben zudem „Wundertüten“ mit auf den Weg gegeben bekommen. Diese enthielten u.a. Hintergrundinformationen zu den Künstler*innen, IPads aus dem Schulbestand sowie einen Zugang zur Browseranwendung kunstmatrix.com, die uns die Anbieter*innen netterweise zur Verfügung gestellt haben. Mit dieser Anwendung können relativ einfach und intuitiv 3D-Ausstellungsräume gestaltet werden. Zum Abschluss haben sich die Schüler*innen verschiedener Gruppen ihre Ausstellungskonzepte erklärt und wir haben gemeinsam reflektiert, inwiefern sich die eigene Wahrnehmung des Lernorts Museum verändert, wenn man diesen aktiv aus einer Vermittlungsperspektive heraus betrachtet anstatt -wie üblich- die Besucher*innenperspektive einzunehmen.

Bericht: Anja Lomparski

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