CIO Summer Academy
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In den Sommerferien hatten wir, sechs Oberstufenschüler aus Köln, die Möglichkeit an der CIO Summer Academy teilzunehmen. Das Centrum für integrierte Onkologie (CIO) ist ein Zusammenschluss der Unikliniken Köln, Bonn, Aachen und Düsseldorf mit dem Ziel, an Krebs erkrankten Personen die beste Therapie zu ermöglichen und wissenschaftlich auf dem neusten Stand zu bleiben. Dieses Ziel soll durch Forschung, Prävention und modernste Kliniken erreicht werden. Außerdem wird jungen Erwachsenen ein Einblick in die Forschung gegeben, um diese darin zu unterstützen und ein realistisches Bild von der Wissenschaft zu vermitteln.

Die vierwöchige Summer Academy besteht aus einem Laborpraktikum inklusive eines eigenen Projektes, sowie einer Vorlesungsreihe zum Thema Krebs auf Englisch. Die Vorlesungen und das Lehrmaterial wurden komplett auf Englisch gehalten und das Niveau bzw. die Komplexität überstieg den Bio- Leistungskurs deutlich. Doch dieser Herausforderung bin ich mit Freude entgegen gegangen  und mit jeder Vorlesung wurde es einfacher. Ich fand es unglaublich interessant, die Themen so in die Tiefe kennen zu lernen.
Jeder von uns war in einer Forschungsgruppe im Labor tätig, die sich mit einer bestimmten Krebsart beschäftigt.

Ich habe die vier Wochen im Labor der experimentellen Kinderonkologie verbracht, das sich mit dem Neuroblastom beschäftigt. Das Neuroblastom ist eine Krebsart, die sich im sympathischen Nervensystem entwickelt. Es betrifft hauptsächlich Kleinkinder bis zum sechsten Lebensjahr. Ebenso sind Neuroblastome die zweithäufigsten soliden Tumoren im Kindesalter. Das spannende daran ist, dass Neuroblastome sich bei manchen Kindern spontan zurückbilden und bei anderen wächst der Tumor aggressiv und verläuft
tödlich. Dies lässt sich jedoch auf verschiedene genetischen Veränderungen zurückführen, mit den ich mich im Laufe der vier Wochen beschäftigt habe.

Mein Projekt bestand darin, die Heterogenität des Neuroblastoms zu erkennen. Mithilfe der FISH- Methode (Fluoreszenz in situ Hybridisierung) und der Immunfluoresenz (IF), habe ich Tumorschnitte von Patienten gefärbt, untersucht und unter dem Fluoreszenz-Mikroskop analysiert,ob der Patient zur Hochrisikogruppe gehört oder nicht.
Außerdem haben wir versucht die Immunfluoresenz mit der FISH zu kombinieren, um die intratumorale Heterogenität des Neuroblastoms zu analysieren. Jedoch hat dies noch nicht so funktioniert, wie es sein sollte und somit muss man das Protokoll so weiter verändern bzw optimieren, bis es funktioniert. Und da merkt man wirklich, wie viel Geduld und Durchhaltevermögen man in der Forschung und Wissenschaft braucht. Sogar kleinste Erfolge können einen sehr glücklich machen und man freut sich immer auf das nächste Experiment und Ergebnis. Zum Abschluss meines Projekts hatte ich die Möglichkeit mir mein eigenes wissenschaftliches
Poster zu meinem Projekt zu erstellen.

Am letzten Tag der CIO-Summer Academy fand die Abschlussveranstaltung statt und wir haben alle unsere Projekte in einem wissenschaftlichen Vortrag auf Englisch vor unsere Familie, Ärzte, Wissenschaftler und CIO- Mitarbeiter gehalten. Zum Abschluss gab es dann die Teilnahmezertifikate und kleine Abschiedsgeschenke.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass diese vier Wochen sehr lehrreich waren und ich jeden Tag gerne in die Uniklinik gegangen bin, da es mir sehr viel Spaß gemacht hat. Außerdem hatte ich ein sehr gutes Labor mit einem sehr netten Team und Arbeitsatmosphäre gehabt. Die Einblicke und Erfahrungen, die ich in dieser Zeit gewonnen habe, haben definitiv meine Entscheidung darin bestärkt, mich in der Medizin und in der medizinischen Forschung in Zukunft zu sehen. Somit kann ich jeden, der sich für Medizin bzw. für die Wissenschaft interessiert empfehlen an der CIO-Summer Academy teilzunehmen.

Kinda Hasoun

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