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In einer besonderen Kooperation verließen rund 30 Schülerinnen und Schüler des Deutzer Gymnasiums Schaurtestraße für zwei Tage das Klassenzimmer, um Brücken zwischen den Generationen zu bauen. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur die Malerei, iPads und Apple Pencils, sondern vor allem die menschliche Begegnung und das gegenseitige Verständnis.

Vorbereitung und Empathie

Bevor der erste Strich auf dem Display gezogen wurde, widmeten sich die Teilnehmenden am ersten Projekttag einer intensiven theoretischen Vorbereitung. In Workshops setzten sie sich mit dem Leben im Seniorenheim und dem Krankheitsbild Demenz auseinander. Ein zentraler Aspekt war hierbei die Kunsttherapie: Die Schüler lernten, wie kreatives Schaffen als Schlüssel dienen kann, um Barrieren abzubauen und mit Menschen in Kontakt zu treten, die sich verbal vielleicht nicht mehr so leicht mitteilen können. Diese Sensibilisierung legte den Grundstein für einen respektvollen und einfühlsamen Umgang am darauffolgenden Praxistag.

Das Seniorenzentrum St. Heribert

Das Seniorenzentrum St. Heribert ist eine fest in Deutz verwurzelte Einrichtung der Caritas, die unmittelbar in der Nachbarschaft unserer Schule liegt. Es bietet älteren Menschen ein Zuhause, in dem sie professionelle Pflege und eine lebendige Gemeinschaft erfahren. Das Zentrum zeichnet sich durch seine Offenheit zum Veedel aus und legt großen Wert darauf, den Bewohnern durch verschiedene Freizeit- und Therapieangebote Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen – ein idealer Partner für unser generationenübergreifendes Kunstprojekt.

Kreativität ohne Grenzen mit Procreate

Am zweiten Tag wurde es praktisch: Die Schülerinnen und Schüler besuchten die Senioren und brachten die App Procreate mit. Dabei handelt es sich um eine leistungsstarke, professionelle Anwendung für digitales Malen und Illustrieren auf dem iPad. Procreate simuliert verschiedenste Maltechniken – von Ölfarben über Kohle bis hin zu Aquarell – und ermöglicht es, ohne Kleckern oder lange Trocknungszeiten beeindruckende Kunstwerke zu erschaffen. Besonders für die Senioren bot die intuitive Bedienung mit dem Stift einen einfachen Zugang, um gemeinsam mit den Schülern in Farben und Formen zu schwelgen.

Ein Besuch, von dem alle profitiert haben

Die Ergebnisse des Tages waren beeindruckend: Es entstanden bunte Frühlingsbilder, abstrakte Landschaften und viele lächelnde Gesichter. Die über 30 Schülerinnen und Schüler fungierten als geduldige Mentoren und lernten dabei selbst viel über die Lebensgeschichten der älteren Generation. Am Ende stand fest: Kunst kann eine wunderbare Möglichkeit sein, um Menschen zusammenzubringen, die sich im Alltag sonst vielleicht nur flüchtig begegnet wären.