Gedenkstättenfahrt Weimar/Buchenwald 2026
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Notiz eines Besuchers der Ausstellung „Techniker der Endlösung“ (2024) am Erinnerungsort Topf & Söhne

Anfang März fand dieses Jahr zum ersten Mal eine dreitägige Gedenkstättenfahrt statt, bei der Schüler*innen der Jahrgangsstufe 10 und Q1 mit dem Besuch der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald sowie der Städte Weimar und Erfurt Gelegenheit hatten, Orte der nationalsozialistischen Verbrechen zu besuchen und dabei der Opfer des Nationalsozialismus ebenso zu gedenken wie sich der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Verantwortung unserer Gesellschaft bewusst zu werden.

Eine Schülerin der Q1 schreibt dazu:

Bei der Gedenkstättenfahrt lag die Besichtigung des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald im Fokus, weshalb die allgemeine Aufklärung über das Grauen, aber auch die Struktur des Konzentrationslagers im Mittelpunkt standen.

Trotzdem haben sich die Gruppen mit mehreren unterschiedlichen Themen auseinandergesetzt, die teilweise auch über die Grenzen des Lagers hinausgingen.

Inhaltlich besonders vertieft wurde das Leiden, welches die Häftlinge in Buchenwald erfahren mussten. Durch die Tagungsleitung wurde zunächst Hintergrundwissen geschaffen, bevor detailliert erläutert wurde, was sich in Konzentrationslagern und vor allem in Buchenwald zugetragen hat. Dabei wurden die Taten nicht heruntergespielt und es wurde wiedergegeben, was an diesem Ort Schreckliches passiert ist.

Genau das war wichtig und hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. 

Weitergehend hat sich der Inhalt von Gruppe zu Gruppe etwas unterschieden; besonders oft wurde dabei betont, dass die Bevölkerung Weimars sowohl die Erbauung als auch das Geschehen des Konzentrationslagers mitbekommen haben muss.

So war sich die Bevölkerung Weimars, der Erbauung definitiv bewusst, beschwerte sich jedoch lediglich über die Namensgebung des Lagers. Anstatt sich also gegen das Lager und den Schrecken zu wehren, sorgte sich die damalige Weimarer Bevölkerung lediglich um ihren Ruf.

Dem Guide meiner Gruppe war es besonders wichtig hervorzuheben, dass die Bevölkerung etwas mitbekommen hat, sei es auch „nur“ die Verwendung des städtischen Krematoriums. Trotzdem betonte er, dass es Widerstände gab, auch wenn der Widerstand oft eher leise und wenig auffällig war.

Natürlich war das nur ein kleiner Ausschnitt der Themen, welche wir über einen dreitägigen Zeitraum behandelt haben. Eindeutig ist jedoch der bedeutende Eindruck, welchen diese Fahrt bei uns allen hinterlassen hat.

Die Gedenkstätte ist eben nicht nur ein Museum, nach dessen Besichtigung man das Gesehene einfach wieder wegstecken und vergessen kann.

An dem Ort zu stehen, an welchem ein so schreckliches Verbrechen begangen worden ist, ist ein ganz anderes Gefühl, welches nicht einfach so verdrängt werden kann oder verschwindet.
Besonders eindrucksvoll war für mich die Besichtigung der Dauerausstellung, welche zum Beispiel die Kleidung ehemaliger Häftlinge zeigt. Zu wissen, dass das die Kleidung war, in der die Häftlinge ihren grauenvollen „Alltag“ bestreiten mussten, ist ein schrecklicher Gedanke.
Ebenfalls sehr eindrucksvoll war das ehemalige „Krematorium“, welches eigentlich nicht als ein solches betitelt werden sollte. Der Gedanke, in diesem Raum gestanden zu haben, sorgt auch jetzt noch für ein besonders beklemmendes Gefühl.


Natürlich waren sämtliche besichtigten Orte bedeutend und von großer Wichtigkeit. Die erwähnten Orte hinterließen jedoch den stärksten Eindruck bei mir und auch bei einigen anderen Mitschülern.

Die Besichtigung der Gedenkstätte war sehr sinnvoll und hat noch einmal verdeutlicht, was für ein schreckliches Verbrechen damals geschehen ist und dass dieses niemals vergessen werden darf.