Körbe, Teamgeist und echte „Girlpower“: Das Schaurte-Mixed-Team beim 3×3-Turnier im SZ Buchheim
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Körbe, Teamgeist und echte „Girlpower“: Das Schaurte-Mixed-Team beim 3×3-Turnier im SZ Buchheim

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen des rasanten Basketballs: Im Schulzentrum Buchheim fand das traditionelle 3×3-Basketballturnier statt, und das Deutzer Gymnasium Schaurtestraße war mittendrin statt nur dabei. Was als kleiner sportlicher Vergleich zwischen Kölner Schulen begann, hat sich längst zu einem echten Highlight im regionalen Sportkalender entwickelt. Doch dieser Tag hielt eine besondere Überraschung bereit, denn unser Team – die einzige gemischte Mannschaft des Turniers – bewies eindrucksvoll, dass sportliche Klasse keine Geschlechtergrenzen kennt.

Ein fester Anker im Kölner Schulsport

Das Basketballturnier des Schulzentrums Buchheim ist weit mehr als nur ein gewöhnlicher Wettkampf zwischen benachbarten Schulen. Über die letzten Jahre hat sich das Event zu einer festen Institution entwickelt, die Teams aus dem gesamten Kölner Stadtgebiet anzieht. Der Grund für diesen anhaltenden Erfolg liegt in der besonderen Mischung aus Professionalität und familiärer Atmosphäre. Die Organisatoren in Buchheim schaffen es jedes Jahr aufs Neue, einen Rahmen zu bieten, in dem sportlicher Ehrgeiz auf Fairplay trifft. Für viele Schulen ist die Teilnahme mittlerweile ein „Muss“, nicht nur um die sportliche Visitenkarte abzugeben, sondern auch, um den Austausch zwischen den Schülerinnen und Schülern der verschiedenen Stadtteile zu fördern. Tatsächlich melden sich so viele Teams an, dass das Los über die Teilnahme entscheidet. In einer Zeit, in der Bewegungsmangel oft thematisiert wird, setzt das SZ Buchheim mit diesem Turnier ein lautstarkes Zeichen für den aktiven Schulsport und die Begeisterung für den orangenen Ball.

3×3 Basketball: Schnelligkeit, Taktik und Fairplay

Gespielt wurde heute im modernen 3×3-Modus, einer Variante des Basketballs, die spätestens seit ihrem Debüt bei den Olympischen Spielen in Tokio einen weltweiten Boom erlebt. Im Gegensatz zum klassischen Basketball wird hier nur auf einen Korb gespielt, was das Spiel unglaublich schnell und intensiv macht. Die Angriffszeit ist auf nur 12 Sekunden begrenzt – langes Zögern gibt es hier nicht. Eine der spannendsten Facetten des 3×3 ist das Prinzip der Eigenverantwortung: In der Regel wird ohne klassische Schiedsrichter agiert, die jede Kleinigkeit abpfeifen. Die Spielerinnen und Spieler sind gefordert, Fouls selbst anzuzeigen und Unstimmigkeiten direkt auf dem Feld zu klären. Dies fördert den Respekt und die Kommunikation untereinander massiv. Zudem ist das Format prädestiniert für Mixed-Teams, da es weniger auf schiere Körpergröße ankommt, sondern vielmehr auf Wendigkeit, Treffsicherheit und blindes Verständnis im Team.

Mut zum Mix: Unser Erfolg gegen die reine Männer-Konkurrenz

Besonders stolz sind wir in diesem Jahr auf unsere Mannschaft vom Schaurte. Während die anderen sechs Teams ausschließlich mit Jungen besetzt waren, trat das Deutzer Gymnasium als einziges echtes Mixed-Team an: Layla, Theresa und Rosalie bildeten gemeinsam mit Uno und Jaro ein schlagkräftiges Quintett. Diese Konstellation sorgte zunächst für Erstaunen, da die Veranstalter in diesem Jahr offensichtlich nicht mit weiblicher Beteiligung gerechnet hatten.

Spielerin Layla schilderte ihre ersten Eindrücke vor Ort sehr ehrlich:

„Das Turnier hat echt total viel Spaß gemacht! Wir sind dort angekommen und Theresa, Rosalie und ich waren erst einmal etwas eingeschüchtert, da wir die einzigen Mädchen waren… Aber die Veranstalter und die anderen Mannschaften waren total nett und es herrschte eine sehr angenehme Stimmung.“

In der Gruppenphase, in der jeder gegen jeden antreten musste, zeigten unsere fünf Schaurte-Talente direkt, was in ihnen steckt. Mit einer beeindruckenden Bilanz von vier Siegen bei nur zwei Niederlagen gegen die rein männlichen Teams sicherten sie sich souverän den dritten Platz in der Tabelle. Im Halbfinale wartete dann einer der Gruppenfavoriten. Trotz leidenschaftlichem Kampf musste sich unser Team geschlagen geben, was den Einzug ins Spiel um Platz 3 bedeutete.

Dort kam es zur Revanche gegen ein Team, das man in der Vorrunde noch besiegt hatte. In einem Krimi bis zur letzten Sekunde fehlte am Ende das nötige Quäntchen Glück. Team-Betreuerin Milla fasste das Geschehen zusammen:

„Ja, es war super! Am Ende war es sehr knapp beim Spiel um den dritten Platz. Wir sind letztendlich Vierte geworden. Unser Team war das einzige Team, das gemischt war – sonst gab es die letzten Jahre immer nur Jungs, und dieses Jahr hatten sie auch nicht damit gerechnet, dass Mädchen kommen würden. Dafür haben wir am Ende noch ein dickes Lob bekommen.“

Auch wenn es am Ende „nur“ der vierte Platz wurde, fühlte es sich für alle Beteiligten wie ein Sieg an. Layla resümierte stolz:

„Das war echt ziemlich schade beim Spiel um Platz 3, da wir meiner Meinung nach das bessere Team waren. Aber mit dem vierten Platz bin ich echt total zufrieden und ich bin stolz auf uns! Vor allem nach dem anfänglichen Erstaunen, dass wir das einzige Mixed-Team waren, bin ich echt sehr glücklich, wie es verlaufen ist. Ich bin froh, dass wir als 3×3 Team Schaurte mitgemacht haben, um etwas Girlpower in das Turnier zu bringen!“

Wir gratulieren Layla, Theresa, Rosalie, Uno, Jaro und Betreuerin Milla und unserem Kollegen André Wachtmeister zu dieser herausragenden Leistung und diesem wichtigen Statement für Vielfalt im Schulsport!