Gedenkstunde am jüdischen Gymnasium
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Am 09.11.21 nahmen wir, der evangelische Religionskurs der Q1 mit Frau Münch, an einer Gedenkfeier, anlässlich der November-Progrome 1938, teil. Diese fand an dem Ort statt, wo damals das jüdische Gymnasium in Köln, die „Jawne“, stand. Über die „Jawne“, bzw. durch das Engagement des damaligen Schulleiters Erich Klibansky für die sogenannten „Kindertransporte“ nach England, konnten zwischen 1938/1939 über 130 Kinder aus jüdischen Kölner Familien vor der Vernichtung gerettet werden. Den Familien und der Schulleitung war nach den Übergriffen der Nationalsozialisten im November 1938 klar, dass es spätestens nun in Köln keine Sicherheit mehr für Jüdinnen und Juden gab.


Gedacht wurde auch der 1100 Kölner Kinder, die, während des zweiten Weltkrieges, mit ihren Eltern, Lehrerinnen und Lehrern deportiert und ermordet wurden. Wir hatten eine lange Rede erwartet, stattdessen trugen verschiedene Personen Unterschiedliches vor. Unter anderem ein Vorsteher der jüdischen Gemeinde Köln, der sehr lebhaft aus der Geschichte der Juden in Europa erzählte. Dazu eine Schulklasse, die Lebensläufe von ehemaligen Schülern, die mit Hilfe der Jawne nach England ausreisen konnten, vorstellte.


Es wurde aber nicht nur aus der Vergangenheit berichtet, sondern auch Bezug darauf genommen, wie groß immer noch der Antisemitismus in Deutschland ist und welche Verantwortung wir deshalb haben, damit Antisemitismus keine Unterstützung finden kann. Beeindruckend war, dass auch der Kantor der jüdischen Gemeinde vor Ort war, welcher sowohl ein Gebet auf Hebräisch sprach als auch einen Psalm (= Lied/Gedicht aus der Bibel) auf Hebräisch sang. Die Stimmung war sehr harmonisch. Neben uns nahmen noch zwei weitere Schulklassen teil und einige ältere Menschen. Insgesamt hat uns die Gedenkfeier sehr gefallen und es war sehr interessant.